{"id":749,"date":"2013-11-08T17:07:31","date_gmt":"2013-11-08T16:07:31","guid":{"rendered":"https:\/\/weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/?p=749"},"modified":"2016-01-24T15:27:36","modified_gmt":"2016-01-24T14:27:36","slug":"solidaritaet-mit-vertriebenen-und-geflohenen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/solidaritaet-mit-vertriebenen-und-geflohenen\/","title":{"rendered":"Solidarit\u00e4t mit Vertriebenen und Geflohenen"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: x-large;\"><strong><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><span style=\"color: #ff0000;\">UNTER DEM &#8218;KAINS&#8216;-ZEICHEN<\/span> <\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong> <span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: medium;\"><span style=\"font-size: 14pt;\">Solidarit\u00e4t mit Vertriebenen und Geflohenen<\/span> <\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<a href=\"https:\/\/weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P7179668.jpgklein.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-755 aligncenter\" src=\"https:\/\/weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P7179668.jpgklein-300x225.jpg\" alt=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" width=\"416\" height=\"322\" \/><\/a><strong><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: small;\">Spuren von Namenlosen?<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Vertrieben zu sein, fl\u00fcchten m\u00fcssen ist eine unbeschreibliche Not. Nicht ankommen d\u00fcrfen, nicht wirklich erwartet und gewollt zu sein, macht die Not unermesslich.<\/span> <span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Wir sind in der Situation, mit dieser Not unmittelbar konfrontiert zu sein. Vertriebene und Geflohene\u00a0stehen vor &#8218;unseren T\u00fcren&#8216;. Sie fordern heraus und fordern zur Solidarit\u00e4t auf.<\/span> <span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Solidarit\u00e4t hei\u00dft ja, die Not wirklich mitzuf\u00fchlen und daraus zu reagieren. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Wirkliches Mit-F\u00fchlen kann nur dann gelingen, wenn Vertreibung und Flucht auch im eigenen Bewusstsein\u00a0Platz hat. <\/span> <span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Ich selbst geh\u00f6re zur Zweiten Welt-Kriegs-\/Nachkriegsgeneration, die\u00a0Vertreibung und Flucht konkret erlebte. Als siebenj\u00e4hriger Junge erlebte ich die Einquartierung von Fl\u00fcchtlingen. Pl\u00f6tzlich galt es, mit mir v\u00f6llig fremden Menschen den angestammten Lebensraum teilen zu m\u00fcssen. Ich erinnere Faszination &#8211; ein vier Jahre \u00e4lteres M\u00e4chen und ihre Mutter lebten mit uns drei Jungen\u00a0unter einem Dach &#8211; aber ich sp\u00fcre auch heute noch\u00a0das Unverst\u00e4ndnis, wieso wir teilen mussten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Heute gibt es keine Zwangs-Einquartierung. Wir stehen aber dennoch unter einem gewissen &#8218;Zwang&#8216;. Wir k\u00f6nnen nicht einfach wegschauen.\u00a0Die Ma\u00dfnahmen gegen Grenz\u00fcbertritte einerseits und die qualvollen Unterg\u00e4nge im Mittelmeer andererseits\u00a0ber\u00fchren zunehmend mehr Menschen. <\/span> <span style=\"font-size: 14pt;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Wir m\u00fcssen die existentielle Bedeutung von &#8218;Zu Hause&#8216; und von &#8218;Heimat&#8216; angesichts der aktuellen Herausforderungen f\u00fcr uns neu begreifen &#8211; der erste Schritt zur Solidarit\u00e4t <em>ohne<\/em> Frage nach &#8217;schuldhaften Verstrickungen&#8216;.\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Eine selbst &#8218;verschuldete&#8216; Vertreibung steht in der bildhaften \u00dcberlieferung biblischer Tradition unter der Zusage von Solidarit\u00e4t. Das Bild vom &#8218;Kains&#8216;-Zeichen ist f\u00fcr mich hier richtungweisend.<\/span><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><em><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">9 Da sprach\u00a0Gott zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er entgegnete: Ich wei\u00df es nicht. Bin ich der H\u00fcter meines Bruders?<\/span><\/em><\/span> <span style=\"font-size: 14pt;\"><em><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">10\u00a0Gott sprach: Was hast du getan? Das Blut deines Bruders schreit zu mir vom Ackerboden.<\/span><\/em><\/span> <span style=\"font-size: 14pt;\"><em><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">11 So bist du verflucht, verbannt vom Ackerboden, der seinen Mund aufgesperrt hat, um aus deiner Hand das Blut deines Bruders aufzunehmen.<\/span><\/em><\/span> <span style=\"font-size: 14pt;\"><em><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">12 Wenn du den Ackerboden bestellst, wird er dir keinen Ertrag mehr bringen. Rastlos und ruhelos wirst du auf der Erde sein.<\/span><\/em><\/span> <span style=\"font-size: 14pt;\"><em><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">13 Kain antwortete Gott: Zu gro\u00df ist meine Schuld, als dass ich sie tragen k\u00f6nnte.<\/span><\/em><\/span> <span style=\"font-size: 14pt;\"><em><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">14 Du hast mich heute vom Ackerland verjagt und ich muss mich vor deinem Angesicht verbergen; rastlos und ruhelos werde ich auf der Erde sein und wer mich findet, wird mich erschlagen.<\/span><\/em><\/span> <span style=\"font-size: 14pt;\"><em><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">15 Gott aber sprach zu ihm: Darum soll jeder, der Kain erschl\u00e4gt, siebenfacher Rache verfallen. Darauf machte der Herr dem Kain ein Zeichen, damit ihn keiner erschlage, der ihn finde.<\/span><\/em><\/span> <span style=\"font-size: 14pt;\"><em><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">16 Dann ging Kain vom Herrn weg und lie\u00df sich im Land Nod nieder, \u00f6stlich von Eden.<\/span><\/em><\/span> <span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: small;\">Genesis 4, 9-16<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">In unserer Zeit greift zunehmend eine\u00a0&#8218;innere Heimatlosigkeit&#8216;\u00a0und\u00a0nicht wenige\u00a0leben unter der Vorstellung: &#8218;Ubi web, ibi patria&#8216; &#8211; Wo es ein Netz gibt, da ist meine Heimat. Ich meine, dass diese innere Entfremdung Solidarit\u00e4t mit den fl\u00fcchtenden und Obdach suchenden &#8218;Fremden&#8216; mindestens erschwert. Wir brauchen als Voraussetzung f\u00fcr Solidarit\u00e4t innere &#8218;Beheimatung&#8216;.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14pt;\"><a href=\"https:\/\/weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/PA026899.jpgklein.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/PA026899.jpgklein-225x300.jpg\" alt=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" width=\"225\" height=\"300\" \/><\/a><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><strong>Entfremdung \u00fcberwinden<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Wirklich &#8217;nach Hause&#8216; kommen wir nur in der Liebe. Liebevoll m\u00fcssen wir zun\u00e4chst in uns selbst Heimat finden. &#8218;Statt als Emigranten des eigenen Herzens zu verharren,\u00a0brauchen wir die Anbindung an unser eigenes gutes Selbst&#8216;, lese ich\u00a0bei Mathias Jung, Autor und Philosoph <span style=\"font-size: 10pt;\">(Publik Forum Extra 2\/09).<\/span> <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14pt;\"><a href=\"https:\/\/weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Bilanz..jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-499 aligncenter\" src=\"https:\/\/weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Bilanz.-300x224.jpg\" alt=\"Bilanz.\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Bilanz.-300x224.jpg 300w, https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Bilanz..jpg 547w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Manchmal scheint es mir, dass die Sehnsucht nach Geborgenheit\u00a0ausgezogen, vertrieben und auf der Flucht ist. Unser vielf\u00e4ltiges Bem\u00fchen versteht sich auch als Ringen, die verlorene Heimat wieder zu finden. <\/span> <span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">I<\/span><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: medium;\"><span style=\"font-size: 14pt;\">ch denke, dass\u00a0\u00a0notwendende\u00a0Solidarit\u00e4t\u00a0auffordert, die eigene Leere, die &#8218;Heimatlosigkeit&#8216; und wenigstens die Sehnsucht danach nicht zu verdr\u00e4ngen. Dieser Weg zu sich selbst ist auch der Weg zu Mitf\u00fchlen und Solidarit\u00e4t.<\/span> <\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><span style=\"color: #ff0000; font-family: verdana,geneva,sans-serif; font-size: 14pt;\"><strong>Um die Heimat, von der sie \u00e4u\u00dferlich getrennt waren, innerlich nicht zu verlieren &#8230;<\/strong><\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif; font-size: 14pt;\">In seinen \u201eGest\u00e4ndnissen\u201c aus dem Jahr 1854 spricht Heinrich Heine von der Bibel als dem \u201eportativen Vaterland\u201c der Juden. Das Wort portativ meint: tragbar. Die Bibel als tragbare, transportable Heimat. Heine meint nat\u00fcrlich die Hebr\u00e4ische Bibel. Er stellt sich vor, dass \u201edie Juden das heilige Buch aus dem gro\u00dfen Brande des zweiten Tempels gerettet\u201c h\u00e4tten. Als also r\u00f6mische Truppen 70 nach Christus den Jerusalemer Tempel weitgehend zerst\u00f6rten, sei das heilige Buch gerade noch rechtzeitig aus dem Geb\u00e4ude entfernt und so gerettet worden. Die Juden h\u00e4tten es dann \u201eim Exile gleichsam wie ein portatives Vaterland mit sich herumgeschleppt das ganze Mittelalter hindurch\u201c. Heinrich Heine, selbst j\u00fcdischer Herkunft, wei\u00df, wovon er spricht. Er spielt auf die gro\u00dfe Bedeutung der Bibel an, die sie gerade in der Zeit hatte, in der j\u00fcdische Menschen, aus ihrer Heimat in Pal\u00e4stina vertrieben, \u00fcber die halbe Welt verstreut lebten. Und mit dem Exil meint er hier vor allem jene Jahrhunderte, in denen ihnen ihr jeweiliges europ\u00e4isches \u201eGastland\u201c sowohl Heimat als auch H\u00f6lle war, wie die Historikerin Barbara Beuys das genannt hat. Um zu erkennen, was daran H\u00f6lle war, brauchten sie die Bibel nicht. Wohl aber, um zu wissen, woher sie kamen, was sie wollten und sollten und wer sie waren. Um die Heimat, von der sie \u00e4u\u00dferlich getrennt waren, innerlich nicht zu verlieren. In einer Berliner Synagoge sagte ein j\u00fcdischer Prediger Anfang des 19. Jahrhunderts, Juden seien nun in Deutschland \u201ekeine Fremdlinge mehr aus dem Althertum\u201c, aber \u201eder Trost der alten Zeit, ihre Weisheit, die Kraft ihres Gesetzes ist uns geblieben.\u201cEr sprach von nichts anderem als von jenem heiligen Buch, das Heine meinte, als er es ein portatives Vaterland nannte.<\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif; font-size: 14pt;\">Wer heute, aus Syrien, Eritrea oder Tschetschenien gefl\u00fcchtet, Zuflucht sucht in einem europ\u00e4ischen Land, f\u00fchrt wohl auch etwas wie eine tragbare Heimat mit sich. Bilder des Herkunftsortes. Geschichten, die dort erz\u00e4hlt werden. Heilige Texte, Gebete, Gesten. Die Sehnsucht nach der Mutter. Die eigene Religion. Ob er, ob sie eine neue Heimat findet in fremder Umgebung, das h\u00e4ngt auch davon ab, ob sich der Schmerz der Heimatlosigkeit verwandeln kann in das Gef\u00fchl, mit allem Mitgebrachten hier als Mensch unter Menschen angenommen zu sein.<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif; font-size: 12pt;\">Klaus Eulenberger, Morgenandacht (NDR-KULTUR) zum Thema \u201aHeimat\u2019, 7. Oktober 2015<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/willkommen.jpgklein.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" size-medium wp-image-4361 aligncenter\" src=\"https:\/\/weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/willkommen.jpgklein-300x225.jpg\" alt=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/willkommen.jpgklein-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/willkommen.jpgklein.jpg 450w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <em><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Landesaufnahmestelle Niedersachsen, <\/span><\/em><em><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Standort Bramsche <\/span><\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: medium;\">\u00a0<\/span><span style=\"color: #ff0000;\"><strong><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 18pt;\"><span style=\"font-size: 14pt;\">Solches Mitf\u00fchlen und Solidarit\u00e4t verlangt angesichts gegenw\u00e4rtiger Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me in unser Land konkretes Handeln. Ich mache mich stark f\u00fcr einen einkommensabh\u00e4ngigen Solidarit\u00e4tsbeitrag, damit den Fl\u00fcchtenden angemessene Heimat<\/span> <span style=\"font-size: 14pt;\">geboten werden kann und den Helfenden\u00a0 eine angemessene Bezahlung f\u00fcr <\/span><\/span><\/strong><strong><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 18pt;\"><span style=\"font-size: 14pt;\">ihren Einsatz gezahlt werden kann!<\/span><\/span><\/strong><\/span>\u00a0<span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\"><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">November 2014<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif; font-size: 14pt;\">Inzwischen mehren sich\u00a0 Stimmen auch aus dem politischen Umfeld f\u00fcr diese Forderung. Zuletzt Gregor Gysi in der Haushalts-Generaldebatte am 9. September 2015.<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P5105257_klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" size-medium wp-image-5076 aligncenter\" src=\"https:\/\/weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P5105257_klein-300x225.jpg\" alt=\"P5105257_klein\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P5105257_klein-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P5105257_klein.jpg 350w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kraft aus\u00a0Abgeschnittenem\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000; font-family: verdana,geneva,sans-serif; font-size: 18pt;\"><strong>K\u00dcMMERT EUCH!<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif; font-size: 14pt;\">Angesichts der vielen Fl\u00fcchtlinge, die in unserem Land Geborgenheit und Sicherheit suchen, ist es mir wichtig an dieser Stelle zu betonen , dass alle Themen und Angebote auf dieser Homepage einerseits gegen Polarisierung, Hetze, Hass und Gewalt gerichtet sind, anderer-seits aber auch das Potential von Barmherzigkeit freisetzen m\u00f6chten. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif; font-size: 14pt;\">Ich gehe davon aus, dass jeder Mensch die Auseinandersetzung mit Gewalt- einerseitsund Barmherzigkeit-Impulsen andererseits in sich selbst und in der Lebensumgebung kennt. Beide Seiten bed\u00fcrfen der inneren und \u00e4u\u00dferen \u201aF\u00fcrsorge\u2018. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif; font-size: 14pt;\">Die herabgesetzte\u00a0Schwelle versch\u00e4rfter und diskriminierender Sprache muss wieder die Schwelle der Scham erhalten. Die gro\u00dfe Bereitschaft der Hilfe mit grenz\u00fcberschreitender Fantasie und Empathie braucht\u00a0jede (vielleicht noch nicht) vorstellbare Unterst\u00fctzung.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif; font-size: 14pt;\">Der Journalist\u00a0 <em>Ranga Yogeshwar<\/em> rechnet vor: Wenn 1 Million Fl\u00fcchtlinge in unser Land k\u00e4men, hie\u00dfe das, dass sich 80 Menschen um einen Fl\u00fcchtling k\u00fcmmern.<strong><br \/>\n<\/strong><\/span><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif; font-size: 14pt;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">August 2015<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000; font-family: verdana,geneva,sans-serif; font-size: 18pt;\"><strong>DAS SCHAFFEN WIR!<\/strong><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: left;\"><em><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen J\u00fcngern nieder. Das Pascha, das Fest der Juden, war nahe. Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus: <span style=\"color: #ff0000;\">Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben?<\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte. Philippus antwortete ihm: <span style=\"color: #ff0000;\">Brot f\u00fcr zweihundert Denare reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines St\u00fcck bekommen soll<\/span>.<\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Einer seiner J\u00fcnger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: Hier ist ein kleiner Junge, der hat f\u00fcnf Gerstenbrote und zwei Fische; <span style=\"color: #ff0000;\">doch was ist das f\u00fcr so viele!<\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort n\u00e4mlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa f\u00fcnftausend M\u00e4nner.<\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, soviel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen.<\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Als die Menge satt war, sagte er zu seinen J\u00fcngern: Sammelt die \u00fcbrig gebliebenen Brotst\u00fccke, damit nichts verdirbt. Sie sammelten und f\u00fcllten zw\u00f6lf K\u00f6rbe mit den St\u00fccken, die von den f\u00fcnf Gerstenbroten nach dem Essen \u00fcbrig waren.<\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da erkannte Jesus, dass sie kommen w\u00fcrden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum K\u00f6nig zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zur\u00fcck, er allein.<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 10pt;\">Johannes 6,1-15<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Johannes durchzieht diese Erz\u00e4hlung mit einer Botschaft: Die Kraft zum Handeln kommt aus Gebet und Dank!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Der Aufenthalt auf dem Berg ist Hinweis auf Gebet. Auf dem Berg, von den bedr\u00e4ngenden Lebens-Realit\u00e4ten entfernt, findet die &#8222;Begegnung mit &#8218;Gott&#8216; in der Tiefe des Seins&#8220; statt. So beginnt Johannes diese Erz\u00e4hlung und so endet sie auch.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Aus dieser &#8218;inneren Haltung&#8216; sieht Jesus die Realit\u00e4t! <\/span><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Die J\u00fcnger ihrerseits entwickeln gedanklich eine Logistik, die in die Sackgasse f\u00fchrt. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Das ist die Spannung, der wir in dieser Zeit begegnen. Einerseits: Die Aufforderung, sich um die Versorgung der Vielen zu k\u00fcmmern und andererseits: Was ist das, was wir haben, unter so viele? <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Die Aufforderung, das Problem der Fl\u00fcchtlings-Versorgung anzupacken; die n\u00fcchterne Beschreibung der Realit\u00e4t, das Machbare habe Grenzen, erhalten einen zus\u00e4tzlichen Aspekt: Das Vertrauen in die Kraft &#8218;von oben&#8216;.\u00a0Aus dieser Dynamik wird &#8218;geordnet&#8216; (&#8218;Lasst die Leute sich setzen&#8216;) und es wird geteilt. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">Die Erz\u00e4hlung ist unmissverst\u00e4ndlich:\u00a0Vor dem Teilen steht das\u00a0Vertrauen &#8211; das schafft M\u00f6glichkeiten und L\u00f6sungen. Es ist genug f\u00fcr alle da!<br \/>\nNachdem alle satt geworden sind,\u00a0werden noch zw\u00f6lf K\u00f6rbe \u00dcbriggebliebenes gesammelt &#8211; Zeichen der F\u00fclle. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif; font-size: 14pt;\">Solches\u00a0Vertrauen formuliert aus Gewissheit: <em>Das schaffen wir!<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\"><a href=\"https:\/\/weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/P5040917_klein.jpg\" rel=\"attachment wp-att-4863\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-4863 aligncenter\" src=\"https:\/\/weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/P5040917_klein-300x225.jpg\" alt=\"P5040917_klein\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/P5040917_klein-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/P5040917_klein.jpg 349w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/span><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong><em><br \/>\nDank \u00fcberwindet<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif; font-size: 14pt;\"><a href=\"https:\/\/weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/offener-brief\/\">OFFENER BRIEF AN FL\u00dcCHTLINGE<\/a><br \/>\nOPEN LETTER TO REFUGEES<br \/>\nLETTRE OUVERTE AUX R\u00c9FUGI\u00c9S<\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 12pt;\"><strong>Zum Thema<\/strong><\/span><br \/>\n<strong><a title=\"Leben aus der Mitte\" href=\"https:\/\/weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/sein-gegen-die-angst\/\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: medium;\">SUCHE NACH INNERER HEIMAT<\/span><\/a><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><a title=\"Kontakt\" href=\"https:\/\/weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/kontakt\/\"><strong><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: 14pt;\">KONTAKT<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif; font-size: 14pt;\"><strong><a href=\"https:\/\/weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/\">ZUR STARTSEITE<\/a><\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif; font-size: 14pt;\"><strong><a href=\"https:\/\/weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/aktuelles\/\">ZU AKTUELLES<\/a><\/strong><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; UNTER DEM &#8218;KAINS&#8216;-ZEICHEN Solidarit\u00e4t mit Vertriebenen und Geflohenen \u00a0Spuren von Namenlosen? Vertrieben zu sein, fl\u00fcchten m\u00fcssen ist eine unbeschreibliche Not. Nicht ankommen d\u00fcrfen, nicht wirklich erwartet und gewollt zu sein, macht die Not unermesslich. Wir sind in der Situation, mit dieser Not unmittelbar konfrontiert zu sein. Vertriebene und Geflohene\u00a0stehen vor &#8218;unseren T\u00fcren&#8216;. Sie fordern\u2026 <span class=\"read-more\"><a href=\"https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/solidaritaet-mit-vertriebenen-und-geflohenen\/\">Weiterlesen &raquo;<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[5],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p3UvYh-c5","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/749"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=749"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/749\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5646,"href":"https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/749\/revisions\/5646"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=749"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=749"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weltwaldwiesen.de\/weichenstellen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=749"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}